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Schweden im Winter: Bestes Ballonfahr-Wetter

Luftsportbegeisterte Ballonfahrer aus Deutschland, den Niederlanden, der iberischen Halbinsel, der Schweiz, und sogar aus dem weit entfernten Litaun, fielen vor Kurzem in der schwedischen 8.000 Seelen-Gemeinde Gällivare ein um dort ihrem Lieblingshobby, dem Ballonfahren nachzugehen. Selbst für langjährige Ballonfahr-Enthusiasten ist eine Ballonfahrt so nahe am Polarkreis, im tiefen Norden, etwas ganz besonderses.
Alles in der ohnehin schon beeindruckenden Landschaft rund um Gällivare ist weiß und wirkt wie mit feinstem Puderzucker bestreut. Vereinzelt blicken Baumwipfel aus der geschlossenen Schneedecke hervor und hier und da lässt sich aus der Luft schemenhaft ein nach Nahrung suchendes Rentier sichten. - Da wundert es nicht, dass sich vor allen Dingen im Winter, zahlreiche Korbsportler dort zusammenfinden und ihrem Hobby nachgehen.
Polarkreis_3 wikiCommonsAußerdem ist Schweden die perfekte Alternative für die mitteleuropäische Ballonfahr-Community, wenn das Wetter im restlichen Europa eher ungeeignet für das Ballonfahren erscheint. Herbst und Winter sind auf den Breitengraden, auf welchen wir zu Hause sind nämlich in der Regel denkbar ungeeignet für einen Ausflug in einem Ballon; - zuviel Regen und zuviel Wind machen das Ballonfahren zu gefährlich und zeitweise sogar unmöglich. - Das  ganz normale mitteleuropäische "Schietwetter" wie der Hanseate sagen würde eben.
Während in der Mitte Europas, also in jener Jahreszeit in welcher ein Tiefdruckgebiet dem nächsten folgt, ist die Wetterlage so nahe am Polarkreis eine ganz andere. In Nordschweden herrschen  zu dieser Zeit beinahe perfekte Bedingungen zum Ballonfahren. Es ist zwar bitter kalt, aber der meist nahezu wolkenlose Himmel und der einzigartige Blick der auf diesem Wege gewährt wird, entschädigt sowohl für die auszuhaltende Kälte, aber auch für die teilweise strapaziöse Anreise ans obere Ende der Welt.
Solange die Temperatur nicht unter die Marke von 25 Grad Minus sinkt ist auch noch alles in Ordnung und die Teilnehmer bester Laune. Wird es jedoch noch kälter ist es allerdings vorbei mit Ballonfahren. Da Ballons mit Hilfe des Gases Propan aufsteigt und dieses  Edelgas seinen Gefrierpunkt bei eben genau dieser Gradzahl hat ist es bei noch eisigeren temperaturen unmöglich dem Ballonfahren nach zu gehen. Auch würden ab dieser Temperatur möglicherweise wichtige technische Teile versagen, wie beispielsweise Dichtungsringe und Ventile.
Viele Ballonfahrer träumen von einem Flug im hohen Norden. Neben einer Überquerung der Alpen, ist ein Flug über dei Landschaft nahe des Polarkreises, für passionierte Ballonfahrprofis ein Erlebnis, das unbedingt im Laufe eines Ballonfahrerlebens gemacht werden muss.

Ob die Alpen nun spektakulärer sind oder der nördliche Polarkreis, darüber lässt sich unter Experten trefflich streiten. Während die Alpen mit in die Wolken ragenden, mehreren tausend Metern hohen Gipfeln punktet, macht der Reiz eines Ballonausflugs im hohen Norden die endlos wirkende, weiß bepuderte Landschaft mit ihren geografischen Eigenheiten aus, über die man in Schrittgeschwindigkeit, rund 300 Meter vom schneebedeckten Boden entfernt, durch die Lüfte fährt. Insbesondere die unberührte Natur sowie die natürliche Wildnis beeindrucken auch alte Ballonfahr-Hasen.

Um eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten empfehlen die Veranstalter den ballonfahrenden Teilnehmern, nicht weiter als 20 km über den Ort Gällivare hinaus zu fahren um nicht im Niemandsland zu stranden, wie dies einst dem Abenteurer Salomon August Andrées zum Verhängnis wurde, und nicht aus eigenen Kräften heraus wieder den Weg zurück beschreiten zu können. Auch wenn für die meisten Teilnehmer der Montgolfiade, um das schwedische Gällivare herum, das Ballonfahren zu einer ihrer Leidenschaften gehört und sie eine Ballonfahrt folglich auch schon des öfteren erlebt haben, ist dieses Erlebnis ein ganz besonderes. Insbesondere für die weitgereisten Besucher des Festivals, für die die Landschaft alles andere als normal wirkt, ist die rund zwei Stunden andauerende Ballonfahrt ein Highlight iherer Ballonfahrer-Vita, die beeindruckt und Spuren hinterlässt.
Viele der diesjährigen Gäste haben auch bereits ihr Kommen für das kommende Jahr angekündigt, was ein Indiez dafür sein sollte, welch ein phantastisches Erlebnis eine Ballonfahrt am Rande des nördlichen Polarkreises sein kann.
Auch die Veranstalter zeigten sich zum Abschluß der Montgolfiade zufrieden mit dem Event. Der Besucherandrang habe sich in genau dem richtigen Rahmen bewegt (nicht zu viel - nicht zu wenig) und besondere, gefährliche Vorkommnisse seinen nicht bekannt. Alles in allem ein voller Erfolg, der bereits vor Ende der diesjährigen Veranstaltung die Veranstalter zu der Aussage bewegt hat, auch im kommenden Jahr wieder ein Ballonfahr-Festival im Norden Schwedens zu organisieren.



28.2.12 09:29

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